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MühlGANG - Stationen

erstellt von Nicole Pruckermayr zuletzt verändert: 09.11.2011 22:34

Unsere Stationen/Kurzvorstellungen/erwähnten Portraits an der gewählten Route. Oeverseepark / Rösselmühle. Stadtmühle. Volksgarten. Marienmühle. Kraftwerksbesichtigung/Rondo/Gartenhaus von Architekt Eichholzer. Barmherzige Schwestern

Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz

Der Gebäudekomplex wurde ursprünglich bereits 1724 von Karl VI als Armen- und Siechenhaus angeordnet. Dazu kam auf der anderen Mühlgangseite ein Strafhaus. Weite Teile fielen den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer. Derzeit befinden sich am Standort Abteilungen für Akutgeriatrie/Remobilisation, Wachkoma, Medizinisch Palliative Geriatrie, Memory Klinik, Hospiz sowie ein Betreutes Wohnen und eine Kinderbetreuungseinrichtung. Das Ambiente des Mühlganges mit seinem erfrischenden Klima und die Ruhezone des Oeverseeparkes wird von Patienten/Angehörigen/Besuchern sehr gerne angenommen und bereichern das Zentrum.

Rösselmühle

Seit 1270 wird in der Rösselmühle kontinuierlich Mehl gemahlen und seit 1920 ist die Mühle im Besitz der Familie Ludwig Polsterer. Beständig werden technische Erneuerungen und Modernisierungen vorgenommen. Zwei zur Mühle gehörige Kleinwasserkraftanlagen übernehmen einen Teil des Strombedarfes für den Betrieb, am Wochenende oder bei Betriebsabschaltung wird dieser Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Das Ältere MühlConsortium, eine Vereinigung, die ursprünglich Bäckermühlenkonsortium hieß und seit 1764 in dieser Form besteht, kümmert sich um Reparaturarbeiten und Instandhaltung des Mühlganges.

Club der Nichtschwimmer

Kunstprojekt aus dem Kulturhauptstadtjahr 2003 von Wolfgang Grillitsch, Benny Foerster-Baldenius und Peter Arlt. Als Mitglied des Clubs kann/konnte man das kleine Bad mit einem Holzsteg benutzen, mit der Auflage, nicht zu baden. Bis in die 1960er Jahre war in unmittelbarer Nähe noch Badebetrieb, und die Möglichkeit ins Wasser zu gehen vorhanden. Die starke Verschmutzung durch Industrieabwässer und vor allem auch Haftungsfragen haben es unmöglich gemacht, ein innerstädtisches Flussbad zu nehmen. Mittlerweile ist die Verschmutzung zurück gegangen, aber öffentliche Auflagen und Sicherheitsfragen bleiben bestehen.

Bürgerspitalstiftung

Die Bürgerspitalstiftung existiert noch immer und kümmert sich in ihrer Hauptfunktion um ältere Gewerbetreibende der Stadt, um GewerbepensionistInnen. Erste urkundliche Erwähnung fand die Bürgerspitalstiftung 1320. Bevor die staatliche Fürsorge im 18. Jahrhundert ausgebaut wurde, war sie hauptsächlich für bedürftige BürgerInnen vorgesehen, teilweise aber auch für Waisen, Körperbehinderte, Blinde und Taubstumme. Armut, Alter und Unfähigkeit sich selbst zu ernähren waren die Bedingungen der Unterstützung. 1754 kümmerten sich in Graz 11 verschiedene Fürsorgeeinrichtungen um 1 000 Plätze für Bedürftige. 25 000 Menschen lebten zu dieser Zeit in der Stadt samt den Vorstädten.

Stadtmühle

Seit 1999 wird die Stadtmühle aus dem Jahr 1880 als Wohnraum genutzt. Die vorgefertigte Holzkonstruktion wurde von Architekt Hans Gangoly belassen und das Leben in einer ehemaligen Mühle über dem Wasser wird um einen großen Innenhof herum konzipiert. Die Holzkonstruktion und auch die Fassade stehen unter Denkmalschutz.

Volksgarten

Als grüne Lunge für die oft auch zugewanderte ArbeiterInnenschaft wurde der Volksgarten im 19. Jahrhundert in der damaligen "Murvorstadt" initiiert. Der heutige Umfang von 4,6 Hektar besteht seit 1897 und wurde durch verschiedene Grundstückskäufe erreicht. Sehr viele Kulturen treffen auf diesem Areal noch immer aufeinander, seit 1998 steht zum Beispiel ein großer Stupa vom Dalai Lama eingeweiht im Volksgarten. Der Mühlgang abwärts der Marienmühle, welcher früher ab der Weisseneggergasse - Doblergasse in einem Bogen entlang der Mühlgasse und der Volksgartenstraße verlief, wurde in den Jahren 1933/1934 mittels Durchschneidung des Volksgartens begradigt und die neue Sohle wegen Einbeziehung der Gefällestufe der aufgelassenen "Stadtmühle" vertieft. So konnte in der Marienmühle mehr Gefälle genutzt und damit auch mehr Energie erzeugt werden. Für den Wasserhaushalt der Stadt bedeut(et)en die Mühlgänge und die Seitenarme der Mur neben der Klimaverbesserung und der Erholung vor allem für gewerbliche Zwecke sehr viel: als Brauchwasser, Löschwasser, für die Straßenreinigung, zum Wäschewaschen und als Bewässerung für Äcker und Wiesen.

Marienmühle/Eichholzerpavillion

Die nunmehr so genannte Marienmühle gibt es seit dem 15. Jahrhundert. 1587 wurde sie durch einen Ankauf zur Weisseneggermühle, danach zur Rusterholzermühle. 1898 erwarb sie das 1848 gegründete Jüngere Bäckermühl-Consortium. 2005 von Architekt Markus Pernthaler überarbeitet und neu konzipiert bietet die Marienmühle nun Wohn-, Geschäfts- und Büroraum, auch die Ateliers und Atelierwohnungen des Landes Steiermark sind im Gebäude integriert. Das Gebäude trägt den Namen Rondo. Heute ist noch immer ein in den wesentlichen Teilen seit 1928 bestehendes Kleinwasserkraftwerk in Betrieb. Durch die damals erfolgte Einbeziehung der ehemalig ober- und unterliegenden Gefällestufen ("Seidler'sche Gefällsstufe" und "Stadtmühle") verfügt die Marienmühle mit 2,85 m über das größte Gefälle aller Mühlgangkraftwerke. Die Abwärme des Kraftwerks, ein neun Meter tiefes Erdregister und Hochleistungsvakuumkollektoren helfen extern bezogene Energie für das Gebäudes und somit die Betriebskosten und die Umweltbelastung zu minimieren. Im Park des ehemaligen Mühlareals befindet sich, angrenzend an die Gebäude des südöstlichen Nachbargrundstückes, der Pavillon des Architekten Herbert Eichholzer. Eichholzer wurde 1943 von den Nazis hingerichtet und gilt als Symbol des Widerstandes gegen das NS-Regime.

Caritas

In der Keplerstraße, direkt am Mühlgang anschließend, betreibt die Caritas das Marienstüberl, wo für das leibliche Wohl von Menschen gesorgt wird, die Unterstützung und Hilfe suchen. Gleichzeitig ist das Gebäude auch Flüchtlingswohnhaus für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Die Caritas bietet hier auch Schuldnerberatung, Sozialberatung und medizinische Versorgung an.

Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul

Die erste Niederlassung der Barmherzigen Schwestern in Österreich war im Jahre 1841 in der Labornergasse, der heutigen Mariengasse. Die erste Visitatorin, Sr. Leopoldine Brandis gründete unter Fürstbischof Dr. Roman Zängerle die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern. Die Gemeinschaft wurde in Paris 1633 von Vinzenz von Paul und Luise von Marillac gegründet. Der Auftrag der Schwestern war und ist heute noch, sich vorwiegend für Arme und Kranke einzusetzen. Die Gemeinschaft ist weltweit, hat zur Zeit ca. 17000 Schwestern und ist in Provinzen gegliedert. In der Mariengasse ist das Provinzhaus der Provinz Österreich. Ihr gehören 242 Schwestern an. Der Mühlgang durchquert den teilweise als Nutzgarten geführten Grünraum der Niederlassung.


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