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forum::für::umläute Nicole Pruckermayr & IOhannes m zmölnig

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üräume

by nap+forum::für::umläute last modified 2007-01-06 12:28

nap+forum::für::umläute - 2000

als medieninstallation für 2 räume gedacht, versucht üräume digitale übertragungsstrecken greifbar zu machen. prinzipiell wird versucht, einen digitalen datenstream in eine beliebige analoge form zu überführen, und aus dem analogen wieder rückzugewinnen. in einen „tonraum“ wird ein audiosignal eingespielt, zum beispiel ein gesprochener text. dieses schallereignis wird über ein mikrophon aufgenommen und digitalisiert. dieser audio-datenstrom wird als strom von bilddaten (farbwerte von pixeln) interpretiert und in einen „bildraum“ projiziert. dieses bildereignis wird über eine kamera aufgenommen und digitalisiert. der video-datenstrom wird als strom von audiodaten (samplewerte) interpretiert und im tonraum wiedergegeben. u.s.w. im ungestörten zustand ergibt sich so ein schleife. der satz im tonraum wird ständig wiederholt, im bildraum entsteht ein abstrakter videoloop. aufgrund der anzunehmenden störungen durch die besuchenden (lärm im tonraum, bewegung im bildraum) werden die digitalen daten auf einer „falschen“ ebene verzerrt. durch die lokale trennung der beiden räume ist diese verzerrung auch nicht erfaßbar für den rezipienten. das von den recipientinnen produzierte schallereignis wird im tonraum einfach in den loop aufgenommen und wiederholt sich fortan. wie sich das schallereignis jedoch im bildraum auswirkt, kann nicht sofort wahrgenommen werden. das gleiche gilt für bildinterventionen. dadurch wird die installation nicht als instrument spielbar und beschränkt sich auf die funktion des übertragungssystemes, bei dem die benutzerin nur kontrolle über die zu übertragende information hat, keinen einfluß jedoch auf die übertragungsstrecke.


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