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HAUTEN - herbstliches Schinden

erstellt von Nicole Pruckermayr zuletzt verändert: 11.05.2017 11:37 - abgelaufen
Mitwirkende: Nicole Pruckermayr, 2012

Nicole Pruckermayr, 2012

Schinden als Erneuerung - eine Erleichterung, als Klärendes, vielleicht Heilendes. So befreiend es sein kann, Ballast abzugeben, so beklemmend kann es gleichzeitig sein, intime Relikte von anderen zu sehen und zu begreifen.

foto Im Hotel Altes Kloster | Foto: Lena Tikhonova
Im Hotelzimmer finden zwei Tage hindurch Hautabdruckssitzungen statt. Zu festgelegten Zeiten werden performativ Latexabdrücke der menschlichen Haut verschiedener Personen abgenommen. Fein säuberlich, möglicherweise teilweise etwas schmerzhaft – je nach Körperteil und Haarwuchs – werden Abdrücke von Körperstellen angefertigt, die die Personen selbst wählen können. Ähnlich wie Hautpartikel, die wir alle und kontinuierlich verlieren, werden diese Hautteile im Hotelzimmer bewusst verloren, bzw hinterlassen.
Dreimal täglich können die BesucherInnen unbeaufsichtigt im Hotelzimmer die Häute begutachten, umordnen oder einfach wegnehmen.
Diese Relikte des Häutungsprozesses zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Häuten. Durch den Abdruck der Haut wird die Gemeinsamkeit der Menschen als Menschen ohne farbigen Haut- oder Genderunterschied sichtbar. Der Abdruck ist auf wenige Eigenschaften der Haut reduziert und dennoch gibt er sehr viel Preis.


foto Foto: Lena Tikhonova

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foto Fotos: Nicole Pruckermayr


Dank an IMA Institut für Medienarchäologie
Kurzdokumentation:
https://vimeo.com/105348913


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